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Schlagwort: IWF

IWF:Mit Schwung weiter abwärts

Symbolbild Finanzkrise

Die Antrittsrede der neuen IWF-Chefin zeigt, dass die Weltwirtschaft sich mit Schwung auf einem Abwärts-Pfad befindet und kündigt Maßnahmen an.

Die Tagesschau berichtet über die Antrittsrede der neuen Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF.

Kristalina Iwanowa Georgiewa geht bei ihrer Antrittsrede als Nachfolgerin von Christine Lagarde gleich in die Vollen. Insbesondere für Deutschland findet sie klare Worte. Laut Tagesschau sagte sie, Deutschland gehöre zu den wenigen Ländern, die schon jetzt anfangen sollten, die Wirtschaft mit höheren Ausgaben anzukurbeln oder diesen Schritt vorzubereiten. Also ein klares Bekenntnis zur Abkehr vom Sparen und eine Aufforderung zu noch mehr Schulden.

Es finden sich Formulierungen in der Rede, die aufmerksame Leser und Ökonomen hellhörig werden lassen.

„[…] erwarte der IWF „langsameres Wachstum in fast 90 Prozent der Welt“. Es sei mit dem schwächsten Wachstum seit Beginn des Jahrzehnts zu rechnen […]“

Das kann man auch übersetzen mit: Wir stehen vor einer Rezession (ich möchte ergänzen: wir haben eine), wir möchten das nur noch nicht so benennen.

„[…] könnte es eine koordinierte fiskalpolitische Antwort brauchen […]“
„[…] Niedrige Zinsen gäben manchen Regierungen noch mehr Spielraum. […]“

Diese Äußerungen sind Sprengstoff. Wir wissen ja, was der IWF unter Christine Lagarde schon seit langem forderte und mit konkreten Arbeitspapieren vorbereitet hat. Diese Aussage bedeutet: Es wird Negativzinsen auf Privatkonten, gegebenenfalls Zwangsabgaben, Vermögenssteuer und ähnliche Enteignungsmaßnahmen der Staaten (insbesondere Deutschlands, s.o.) geben, also klassische finanzielle Repressionsmaßnahmen. Leiden muss dann der eh schon gebeutelte Mittelstand.

 

Umtauschkurs Bargeld Buchgeld schon Realität?

Symbolbild Geld brennt Umtauschkurs Bargeld Buchgeld Abwertung Realität?

Ist die Abwertung von Bargeld gegenüber Buchgeld durch einen entsprechenden Umtauschkurs schon Realität?

Wir haben bereits über die Pläne des Internationalen Währungsfonds IWF berichtet, einen Umtauschkurs zwischen Bargeld und Buchgeld einzuführen. Sinn und Zweck ist es, Bargeld gegenüber Buchgeld (Fiatgeld, Bankengeld, virtuelles Geld) kontinuierlich abzuwerten. Dieses wiederum würde ermöglichen, im großen Stil Negativzinsen auf privaten Bankkonten durchzusetzen.

Eine Flucht der breiten Masse der Bevölkerung in Bargeld würde damit verhindert.

Gestern habe ich mich mit einem Studenten unterhalten, der frisch aus Ungarn angereist war. Er schilderte mir erschrocken, dass er sich bereits gewundert habe. Er hatte am Flughafen Debrecen in Ungarn eine Stange Zigaretten gekauft.
Es gab in dem Shop unterschiedliche Preise für die Bezahlung mit Bargeld und mit Buchgeld (EC-Karte, Kreditkarte). Der Barpreis betrug 56,- €, der Buchpreis 43,- €. Das sind satte 30% mehr für die Nutzung von Bargeld.

Natürlich kann man argumentieren, dass der Händler ein zusätzliches Währungsrisiko trägt, wenn er erst (später) Bargeld zur Bank trägt. Bei elektronischer Zahlung hingegen weiß er direkt, zu welchem Tageskurs er umrechnen muss. Ungarn ist zwar Mitglied der EU, noch gibt es aber eine eigene Währung (Forint) und noch keinen festen Wechselkurs.

Ein Preisunterschied von über 30% lässt sich damit jedoch nicht begründen.

Damit ist ein Umtauschkurs zwischen Bargeld und Buchgeld schon Realität am Flughafen Debrecen.

Wir konnten natürlich diese Information auf die Schnelle nicht verifzieren. Bitte schildern Sie uns, wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, damit wir die Informationen hierzu bündeln können.

An dieser Stelle sei auch noch mal der Hinweis auf die #BargeldChallenge von Wirtschaftsredakteur Norbert Häring erlaubt. Erfahren Sie dort auch, warum die Einschränkung und letztlich Abschaffung von Bargeld einen massiven Eingriff in Ihre Freiheit mit sich bringt.

Daher unser Appell: Nutzen Sie immer wenn es geht Bargeld. Zahlen Sie regelmäßig und häufig (auch) mit Bargeld. Wehren Sie sich aktiv, machen Sie andere Menschen auf diese Problematik aufmerksam.

Eine unheilvolle finanzpolitische Allianz

Symbolbild Euro brennt

Seit 2011 leitet der Italiener Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank EZB die Währungsbehörde der Europäischen Währungsunion. Er dürfte als der Präsident in die Geschichte eingehen, der in einem bislang nie gekannten Ausmaß die Schleusen der Geld-Druckerpressen im Euro-Raum geöffnet hat.

Auch sein Ausspruch „whatever it takes“ 2012 hat ihn berühmt gemacht. Hiermit war gemeint, dass die EZB alles, aber auch wirklich alles bereit ist zu tun, um den Euro zu retten, koste es,  was es wolle.

Und es hat viel gekostet, vor allem den deutschen Michel.

Mario Draghis Amtszeit endet im Oktober 2019. Die Nachfolgerin in Form der bisherigen Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF, Christine Lagarde, steht bereits fest.

Das ist in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert und einmalig. Zunächst einmal ist sie, wie schon beim IWF, die erste Frau an der Spitze.

Sie ist jedoch bei der EZB die erste Führungsperson, die nicht aus dem Bankensektor kommt. Man mag von „Bankern“ halten, was man will (insbesondere, wenn sie von der amerikanischen Großbank Goldman-Sachs kommen), wenn an der Spitze der obersten Bank Europas eine Nicht-Bankerin, aber Politikerin die Zügel übernimmt, ist das zumindest die Frage wert, warum das so ist.

Christine Lagarde war, neben ihrer juristischen Tätigkeit, vor allem Politikerin. In dieser Eigenschaft war sie auch Finanzministerin  Frankreichs von 2007 bis 2011. In dieser Zeit hat sie nachweislich fahrlässig 403 Millionen Euro Steuergelder verschwendet und ist dafür rechtskräftig verurteilt worden. Zu einer Strafe ist es hierbei jedoch nicht gekommen.
Für einen Skandal hat sie in Frankreich ebenfalls gesorgt, als 2013 im Rahmen der Ermittlungen um ihre Steuerverschwendungen ein Brief an den damaligen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy öffentlich wurde. In diesem schrieb sie unterwürfig an Sarkozy: „[…]  Setze mich ganz nach deinem Gusto ein, solange es dir auskommt und solange es zu deinen Maßnahmen und zu deiner politischen Rolle passt. Wenn du mich einsetzt, benötige ich dich als Mentor und Unterstützer, ohne Mentor besteht die Gefahr, dass ich ineffizient bin, ohne Unterstützer besteht die Gefahr, dass ich wenig glaubwürdig bin. Mit unermesslicher Bewunderung, Christine L.“.

Lässt man solche Nebensächlichkeiten einmal außen vor, ist es sinnvoll, sich mit ihrer jetzigen Tätigkeit beim IWF auseinanderzusetzen. Sie zeichnete dort für eine Politik verantwortlich, die sich sehr genau mit den aktuellen Krisen, der Finanzpolitik und den wirtschaftpolitischen Gefährdungen der Staaten auseinandersetzt. Und in diesem Zusammenhang setzt sich der IWF auch mit konkreten Lösungsvorschlägen für Staaten auseinander.

Der IWF forderte bereits 2014 und nochmals 2017 eine Steuer oder Vermögensabgabe in Höhe von 10% auf Guthaben.
Ein weiterer, recht aktueller Vorschlag von Christine Lagardes IWF ist, für die nächste Krise wieder einmal die Zinsen zu senken. Angepeilt sind 5 bis 6 Prozent. Wer sich erinnert, wie der aktuelle Leitzins in der Euro-Zone aussieht, wird sich wundern.

Eine Senkung von 5 bis 6 Prozent bei einem bisherigen Nullzins bedeutet, dass Bürger für Guthaben bei Banken künftig 5 bis 6 % an die Bank bezahlen müssen!
Wer jetzt denkt, haha, dann holt doch jeder sein Geld von der Bank ab, der darf sich gerne mit einem 31-seitigen Arbeitspapier des IWF beschäftigen, das genau dieses verhindern möchte. In der Kurzform: Die Einführung eines Umtauschkurses zwischen Bargeld und Buchgeld bei der Bank, verbunden mit einer kontinuierlichen Abwertung des Bargeldes gegenüber dem Bankgeld, wird Bargeld unattraktiv machen und somit den Negativzins ermöglichen.

Ja, und ebendiese hierfür verantwortliche Chefin des IWF wird jetzt bald oberste Währungshüterin Europas.

Hiermit ist aus unserer Sicht die Frage beantwortet, warum künftig die Geschicke der EZB von einer Politikerin mit einer gewissen moralischen Flexibilität geleitet werden und der Bogen zum Titel geschlagen:

„Eine unheilvolle finanzpolitische Allianz“

Wir wissen nicht, ob das so kommt. Es ist jedoch eine durchaus wahrscheinliche Option.

Machen Sie Ihr Vermögen krisenfest!

Ergänzung vom 08.09.19: