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Die neue IDD, verständlich aufbereitet

Papierberg

Kennen Sie die am 23.02.2018 in Kraft getretene IDD schon? Das ist die „Insurance Distribution Directive“, bzw. auf Deutsch: „Versicherungsvertriebsrichtlinie“. Der neueste Erguss aus Brüssel.

Aber was genau bedeutet das denn? Hier ein (geklautes und leicht angepasstes) Beispiel anhand eines Autokaufs.

 

Stellen Sie sich vor, Sie möchten gerne ein Auto kaufen und gehen zu einem Autohändler in Ihrer Nachbarschaft. Sie sind sich noch unsicher, ob es ein Diesel-, Benziner- oder Elektro-Auto sein soll.

Der Autohändler fragt Sie erst einmal, welchen Beruf und welche Ausbildung Sie haben, ob Sie überhaupt schon mal ein Auto gekauft haben und wenn ja, welcher Art. Dann wird er wissen wollen, wie viel Sie im Monat verdienen, welche sonstigen Einkünfte Sie haben, wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben und Verpflichtungen sind, welche Schadenfreiheitsklasse Sie in der Versicherung haben, um abschätzen zu können, ob er Ihnen den Kauf eines Autos überhaupt empfehlen darf.

Und wenn Sie sich weigern, diese Angaben zu machen, darf Ihnen der Autohändler leider kein Auto empfehlen.

Haben Sie Ihrem Autohändler die notwendigen Antworten geliefert, muss der Autohändler Ihnen erläutern, von welchen Zulieferbetrieben die Einzelteile des Fahrzeugs kommen und wie der konkrete Bauplan des Autos aussieht. Er wird außerdem auf die steuerlichen Auswirkungen eines Autokaufs eingehen.

Der Autohändler wird sich Zeit nehmen, Ihnen mögliche Risiken zu erläutern, die nach einem Autokauf entstehen könnten, wenn Sie beispielsweise die Vorfahrt missachten, eine rote Ampel überfahren oder im Halteverbot parken und Ihnen gezielt Rückfragen stellen, um herauszufinden, ob Sie die Inhalte seiner Erläuterungen verstanden haben.

Dann übergibt Ihnen Ihr Autohändler eine 95-seitige Broschüre über Autos, den Aufbau des Bremssystems und die Funktionsweise der Lenkung sowie über die geltenden Normen für den Straßenbau. Sie bestätigen mit Ihrer Unterschrift, die Broschüre erhalten zu haben und darauf hingewiesen worden zu sein, dass Autos später möglicherweise Straßen, die heute noch freigegeben sind, nicht mehr benutzen dürfen.

Ihr Autohändler erzählt Ihnen, welche Einkaufspreise er beim Großhändler zahlt und wie viel er an jedem Auto verdient. Dann weist er Sie noch darauf hin, dass das von Ihnen gewünschte Auto z. Zt. im übernächsten Ort 37,40 Euro günstiger zu haben ist und an welchen Tankstellen Sie derzeit zu welchen Preisen tanken können und wie sich die Spritpreise in den letzten 3, 5 und 10 Jahren entwickelt haben.

Er dokumentiert dieses Gespräch, lässt Sie die Einzel-Protokolle am Ende unterschreiben und überreicht Ihnen nach der vorgeschriebenen Wartezeit die Fahrzeugpapiere und den Schlüssel, nachdem er Ihre Steuernummer an das Finanzamt übermittelt hat.

 

Es geht doch nichts über Bürokratie.

 

P.S. Fehlt noch die Ausweis- und Führerscheinkopie wegen der Straßenverkehrszulassungsordnung und um zu überprüfen, ob das Auto auch wirklich für Sie ist und Sie es später auch fahren dürfen. 😂

Sollen wir uns über eine Alternative unterhalten?

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